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grrrrlz and · my pictures · another visual diary · memorize the city · riotmade with love · an archive of // queer_feminism, art, small things, unknown pleasures & strangeness // feelings.

some persona impressions from the first mini queer zinefest berlin. unfortunately i didn’t take more pictures. but the very good times are the ones i keep in my heart, not on my harddrive :) it was wonderful and i want to thank everybody who helped us and participated in the zinefest!

after over a year 15 3/4 Stories was finally released at the mini queer zine fest berlin in september 2014! we want to thank everybody for their inspiring pieces <3 15 3/4 stories shares mainly personal stories on self-love and self-care most of them written with a queer/feminist perspective. topics are practices of self-care, caring queer/feminist communities, self-love and a room of one’s own, learning to live with oneself as a survior, learning to love oneself, dealing with (difficult) emotions, self-care for artists etc. beside texts you will also find beautiful paitings, illustrations and comics in the zine.
if you want to get a copy, write to maria_johanna ÄTT web DOT de or to mail ÄTT heavymentaldistro DOT org.
p.s.: the cover was illustrated by the very talented phil. find more of his work here.

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p.s.: the cover was illustrated by the very talented phil. find more of his work here.

Das Problem mit den Äußerlichkeiten - Vom Mobbing in der Schule zu Femininitäts”feindlichkeit” in linken/queeren/feministischen Zusammenhängen

glasglocke:

Vor ungefähr zwei Jahren habe ich fast ausschließlich Kleider, Röcke oder lange Pullover mit Leggins oder Strumpfhosen darunter getragen.
Hosen waren eher Ausnahme und ich habe mich eine längere Zeit nicht besonders wohl darin gefühlt.

Meine Schulzeit (auch bereits in der Grundschule) war sehr lange von Mobbing geprägt. In der zweiten bis vierten Klasse war ich meist die mit den Second-Hand Klamotten, den selbst genähten Röcken und selbst genähten Karnevalskostümen.
Ich hatte meinen eigenen Kopf, meine Mutter kaufte mir zwar bestimmte Kleidungsstücke nicht. Aus Gründen. Sie schrieb mir aber ebenfalls niemals vor, was ich anziehen sollte oder nicht.
Das führte dann eben meist dazu, dass ich in kunterbunt zusammengewürfelten Kleidungskombinationen in die Schule ging.
Im Winter trug ich Sommerkleider und im Sommer dicke Winterstrumpfhosen. Eben das, was mir gerade gut gefiel.
Ab der 3. Klasse war es damit vorbei. Jedenfalls erinnere ich mich daran, dass meine Mitschüler_innen mich für meine Kleidungsauswahl sanktionierten. Mit Sprüchen, Lachen, Anweisungen mich doch mal anders („ordentlich“) anzuziehen.

Auf dem Gymnasium ging es weiter. Ich hatte irgendwie ziemlich wenig Talent, mich modisch angemessen zu kleiden.
Ich habe es immer öfter versucht, denn die Sanktionen wurden schlimmer. Ein oder zwei Personen (unterstützt von einigen anderen) schafften es, die gesamte Klasse gegen mich (und Andere) aufzubringen. Die Sprüche wurden zu Beleidigungen und die Beleidigungen wurden immer schlimmer.
Also habe ich versucht mich anzupassen. Was mir irgendwann mehr oder weniger gelang. Ich habe mich mit den Personen, die mich vorher ausschlossen und mobbten zusammengetan, mich ihnen angepasst und so mehr oder weniger die Schule bis zur 10. Klasse überlebt. Das war nicht leicht zu bewältigen.
In der Oberstufe (nachdem ich einen Jahrgang wiederholt habe und endlich Menschen kennenlernen durfte die mir zeigten, dass Schule nicht nur so sein muss wie ich es bisher kannte) gehörte ich, Kleidungstechnisch gesehen, wohl schon eher zu denen, die in irgendeine Idee von Mode/Stil passten.
Das ist dann (mit einigen Veränderungen, Phasen und Entwicklungen) ziemlich lange so geblieben.
Mit dem Studium und damit dem Umzug weit weg von Zuhause und vollkommen neuen Leuten, habe ich mich sehr wohl gefühlt. Mittlerweile fühlte ich mich mit meinem Äußeren recht wohl, ich hatte mir eine gewisse scheiss-egal-Haltung was die Blicke anderer Menschen angeht angewöhnt und war begeistert, etwas für mich wirklich neues kennenzulernen:
In meinem Studiengang sammelten sich endlich Menschen auf einem Haufen, die äußerlich sehr, sehr verschieden waren und sich trotzdem gut verstanden.

Das klingt vielleicht absurd, aber in meinem vorherigen Leben waren Freundschaftsgruppen meist auch äußerlich zu erkennen. Wer ganz herausfiel wurde ignoriert oder gemobbt. Freund_innen sahen sich immer irgendwie ähnlich. Wer sich erdreistete mit denen zu interagieren die „nicht passten“, wurde ebenfalls gemieden (ich spreche da aus Erfahrung).
Und später, als das Mobbing ein Ende hatte, war mein Freundeskreis äußerlich doch recht uniform anzusehen.


Mit meinem Studium änderte sich das also erstmals. Und ich war begeistert. Ich habe dadurch sehr viel Selbstbewusstsein gewinnen können und traute mich wieder, wie ich es schon in der Grundschule getan hatte, einfach gar keine Hosen mehr zu tragen, weil ich sie nunmal einfach nicht mochte.
Als ich also vor knapp zweieinhalb Jahren nach Berlin kam, war ich also ziemlich zufrieden mit meiner Kleidung.
Ich hatte endlich das Gefühl, mein Äußeres selbst zu bestimmen und mich in meiner Haut wohlzufühlen.


Bis zu dem Zeitpunkt, als ich versuchte, in der (linken) queer-/feministischen Szene (wie auch immer sich diese nun genau zusammensetzt) Berlins Fuß zu fassen. Es war für mich noch nie besonders leicht, mich in vollkommen fremde Räume zu begeben. Ich fühle mich nicht wohl in fremden, großen Gruppen und benötige sehr viel Überwindung mich in diese Räume zu bewegen.
Trotzdem habe ich das relativ schnell versucht. Ich bin alleine oder mit Freund_innen zu Veranstaltungen gegangen, zu Lesungen, Vorträgen, Konzerten usw.
Niemals bin ich auch nur mit einer einzigen Person ins Gespräch gekommen. Wenn ich selbst die Initiative ergriffen habe, mich überwunden und zB. eine Frage an jm gestellt habe, wurde ich nicht wirklich beachtet, mir wurde kurz und abweisend geantwortet. Kennengelernt habe ich niemanden. Ich habe mich auf diesen Veranstaltungen, auf denen ich mittlerweile zuhause bin, extrem unwohl gefühlt. Unsichtbar oder unerwünscht.


Ich dachte zunächst, einfach zu langweilig zu sein, zu unsympathisch, zu wenig bewandert in was-weiß-ich-denn-alles.


Nachdem ich über all dies relativ frustriert und traurig war und mich schon halb damit abgefunden hatte eben in die Gruppen und Räume, die mir inhaltlich so nah schienen und praktisch so abweisend, einfach nicht reinzupassen, stieß ich auf ein paar Äußerungen im Netz, die zu meinen Erfahrungen passten.
Ich begann, mich hin und wieder mit Texten zu Femininitätsfeindlichkeit in queeren und linken Szenen. Speziell auch in Berlin. Zusammenhängen zu beschäftigen und stellte fest: Mein Problem war nicht ich oder meine Kleidung.


Folgende Entwicklungen habe ich erst vor kurzem erkannt und kann sie nun schon teil-reflektiert hier wiedergeben:


Während ich mich gleichzeitig mit diesem Phänomen beschäftigt habe, mit Freund_innen darüber gesprochen habe, Texte gelesen und darüber nachgedacht habe, beobachtet und überlegt habe, welche Dynamiken hier im Gange sind, habe ich gleichzeitig meinen Kleidungsstil geändert. Unbewusst. Ich habe aufgehört Röcke und Kleider und Strumpfhosen zu tragen.
Nach und nach tauschte ich diese wieder gegen die vorher so ungeliebten Hosen aus. Die Haare sind jetzt auch wieder kurz, nachdem sie zwischendurch mal ziemlich lang waren.
Plötzlich (wirklich plötzlich!) fand ich Anschluss in all den mir vorher scheinbar unergründlich verschlossenen Räumen.
Ich glaube, dass das zwei Gründe hat: Erstens wurde ich anscheinend für viele Personen sichtbar, optisch besser einzuordnen, nicht mehr hetero gelesen wenn ich ohne Freundin unterwegs war („weißt du eigentlich auf welcher Party du dich befindest?“). Gleichzeitig wurde ich selbstbewusster, fühlte mich passender, nicht wie ein_e bunte Vogel_in in einem recht einheitlichen Haufen. Also bin ich selbstverständlicher in Räume gegangen, habe mich wohler gefühlt, mich freier bewegt. Gespräche waren nicht mehr abweisend, sondern sogar sehr freundlich und interessiert.
Mittlerweile gehe ich überall dort, wo ich mich vorher unerwünscht und unsichtbar gefühlt habe, ein und aus, habe einige Freund_innen gefunden, viele Kontakte. Ich könnte wenn ich wollte, jeden Tag alleine ausgehen und würde nicht alleine bleiben.


Seit ein paar Wochen scheint mir das Thema Kleidung und Szene und damit verbundene Ausschlüsse mehr und mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.
Gespräche darüber nehmen zu und begegnen mir häufiger. Plötzlich wurde mir meine äußerliche Veränderung des letzten Jahres sehr bewusst. Innerhalb weniger Monate hatte ich meine Ankleidungsgewohnheiten vollständig verändert.
 Also habe ich mir vor ein paar Tagen nochmal ein Kleid angezogen. Eines, das mir noch vor 2 Jahren immer sehr viel Selbstbewusstsein und ein gutes Gefühl gegeben hatte. Ich schaute mich im Spiegel an und fühlte ich vollkommen verkleidet und mein Spiegelbild war mir fremd.
Es ist ja auch nicht so, als fühle ich mich durch meine äußerliche Veränderung unwohl. Doch ich frage mich momentan, ob das nicht auch damit zusammenhängt, dass ich eben durch diese Veränderungen eine stärkere Akzeptanz von den Menschen spüre, denen ich mich inhaltlich nahe fühle und nicht, weil mir auf einmal andere Klamotten gut gefallen.
Ich dachte lange Zeit, ich hätte diesen Anpassungszwang an mein Umfeld mit dem Verlassen der Schule hinter mich gebracht.
Und kann ich nicht von Menschen, die sich in als queer / feministisch / links proklamierten Räumen bewegen erwarten, sich mit Ausschlüssen aufgrund von Äußerlichkeiten auseinanderzusetzen und diese zu reflektieren?
Es muss hier wohl noch viel passieren. Und es müssen Strategien gefunden werden, das Bewusstsein für diese Ausschlüsse und Dynamiken zu erweitern und einen Umgang damit zu finden. 

Mein Vorsatz ist es jetzt, dem nachzuspüren und herauszufinden, was ich eigentlich wirklich will. In welcher Kleidung, in welchen Äußeren ich mich wohlfühlen möchte und wie ich das umsetzen kann.
Denn ich möchte, endlich mein Äußeres so bestimmen, wie ich das möchte. Und ich will nicht dass von meiner Kleidung auf meine politische Einstellung, meine Zugehörigkeit zu einer Gruppe, auf mein Begehren oder mein Gender geschlossen wird.

Durch eine erhöhte Aufmerksamkeit, die nicht nur von Außen, sondern verstärkt aus „der Szene selbst“ kommt, erhöht sich vielleicht ja auch das Bewusstsein und das Problembewusstsein dazu. Vielleicht erreichen Zines wie das von Laura Lipstick Fragen wie die von Lisa, Erfahrungen wie die von Jane  und andere, wichtige Beiträge dazu weitere Menschen, die sich vielleicht gerade nicht zu Veranstaltungen, Plena und Partys trauen, weil sie sich aufgrund ihres Äußeren nicht gesehen, nicht akzeptiert und nicht eingeladen fühlen.

Falls Ihr weitere Texte, Beiträge, Überlegungen aller Art hierzu kennt, freue ich mich wenn ihr die Kommentarfunktion benutzt :)

FIGHT LOOKISM!

schlafwandel:

why fall in love when you can fall asleep

(via heartlesspointless)

(Source: cloudbaby, via dredulah)

humans-of-pdx:

"Thank you for the photo, this boosted my spirits. I was feeling pretty down."

(second photo taken moments earlier…)

(via feministsuperpowers)

dezielskates:

wouldrathermakehistory:


accidentally woke up at 4 but i watched the sunrise

BUT CLICK ON THE PHOTO

this is one of my favorite posts now

dezielskates:

wouldrathermakehistory:

accidentally woke up at 4 but i watched the sunrise

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(Source: alieng0d, via neutroisenjolras)

alicecarrier:

thanks again, meredith! 

mlysza:

night stroll

(via neutroisenjolras)

nerddroppings:

From The New Yorker: SKETCHBOOK BY ALISON BECHDEL

Alison Bechdel is the author of the memoirs “Fun Home” and “Are You My Mother?” and the comic strip “Dykes to Watch Out For.” In this sketchbook, for The New Yorker’s love-stories-themed Summer Fiction Issue, she reflects on an old flame.

http://www.newyorker.com/sandbox/sketchbook/bechdel/

I love reading Alison Bechdel’s memories in graphic form. I still miss DTWOF, but the depth of her life stories are so intriguing, that I find I’m missing them less and less. 

(via fun-home)

queer feminity fuck yeah!

i am so tired to only see people labeled queer with short hair and androgyne bodies. feminity is beautiful. there’s nothing wrong about feminine expressiones. i am not a victim of patriarchy because i wear long hair, nailpolish, make up and short skirts. so often i am the only one having a more feminine style at queer events. so often i can feel that i do not fit the queer standards concerning body form, hairstyle and dress codes. so often i feel like i am desirable and i am not “in”. don’t get me wrong - i do like masculine expressions and i do like gender expressions in_between and agender…. but if we truely want to deconstruct gender, there should be space for an endless diversity of expressions! it shouldn’t feel like feminity is devalued. why should we tear down the limited boxes of male/female to cage ourselves in new boxes? and this comes together with a lot of other exclusions which are constantly reproduced within queer communities — so often it’s a mainly “white”, academic,  middle-class and abled bodies … community! inclusion isn’t something that just happens, it requires energy and effort to create welcoming spaces. let us start to do this!

arpeggia:

Julio Le Parc - Continuel Lumière Mobile, 1960-1966

glittersiri:

Siri Nyström, Bike in Berlin, B&amp;W Photo, ~2013
#berlin #bike #b&amp;w #black and white #olympus #analogue

glittersiri:

Siri Nyström, Bike in Berlin, B&W Photo, ~2013

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